Prof. Dr. Petia Genkova

Vortrag: Diversität und Interkulturalität; Hochschule Osnabrück

Über den Vortrag

"Vortrag: Diversität und Interkulturalität

Diversity ist ein Schlagwort geworden: politisch erwünscht und individuell kritisch betrachtet?
Der Beitrag betrachtet die psychologischen Aspekte von Diversity und Interkulturalität: Stereotypisierung, Diskriminierung und kulturelle Sensibilität. Welche Maßnahmen sind relevant, um Diversity und Interkulturalität nicht mehr als Bedrohung und Stress wahrzunehmen? Wann ist Diversity eine Bereicherung, wann ein Stolperstein?

Welche Kompetenzförderungsmaßnahmen sind notwendig, um das Potential der Personen mit Migrationshintergrund richtig zu erkennen und schließlich auch zu fördern? Müssen die Multiplikatoren diversity-sensibler werden und bestimmte Kompetenzen entwickeln, um den Einstieg und die Förderung von Personen mit Migrationshintergrund zu ermöglichen und so die Organisationen für diese durchlässiger zu machen? Welche Kompetenzen sollen bei den Multiplikatoren gefördert werden, um Sensibilität im Bereich Diversity zu fördern?

Die Ergebnisse zeigen ein interessantes Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zur Relevanz von Diversity Einstellungen und Maßnahmen, Kompetenzen und Umsetzung dieser. Die Mitarbeiter mit und ohne Migrationshintergrund bewerten hierbei die Relevanz deutlich höher als die Führungskräfte, welche jedoch die eigentlichen Multiplikatoren sein sollten. Weiterhin lässt sich eine unterschiedliche Wahrnehmung in Bezug auf die Belastungen von Personen mit Migrationshintergrund, die in Folge vom Migrationsstress und/ oder diskriminierenden Erfahrungen entstehen, feststellen.

Die Ergebnisse weisen auf den Bedarf einer Kompetenzförderung hin, insbesondere in Bezug auf die interkulturelle Kompetenz. Abschließend wurde eine kritische Betrachtung der Ergebnisse vorgenommen.