Prof. Dr. Dierk Borstel

Referent

Dr. Dierk Borstel, seit 2012 Professor für praxisorientierte Politikwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Fragen der Radikalisierung und Deradikalisierungen mit Ungleichwertigkeitsideologien in der Einwanderungsgesellschaft. Im Jahr 2000 war er Mitbegründer der Aussteigerinitiative EXIT-Deutschland, begleitete Aussteiger aus der rechtsextremen Szene, unterstützte Eltern und Angehörige und berät seitdem Kommunen in Ost- und Westdeutschland bei der Entwicklung passender Praxiselemente der Demokratieförderung. Letzte Veröffentlichungen: Kemal Bozay/ Dierk Borstel (Hrsg.) (2017): Ungleichwertigkeitsideologien in der Einwanderungsgesellschaft, Wiesbaden; Dierk Borstel/ Stephanie Szczepanek (2017) Perspektiven auf Flüchtlinge in Dortmund, Berlin; Dierk Borstel/ Ute Fischer (2018): Politisches Grundwissen für die Soziale Arbeit, Stuttgart  


Der Vortrag wird sich schwerpunktmäßig auf die Erfahrungen in der Arbeit mit Aussteigern aus rechtsextremen Szenen beziehen und dabei mit Querverweisen auf andere Felder der Radikalisierung und Deradikalisierung z. B. im salafistischem Milieu arbeiten. Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden. Was waren die Gründe der Radikalisierung? Was sind typische Verläufe? Welche Kontextfaktoren sind von Bedeutung? Warum erfolgen Hinwendungen zum Ausstieg? Wie verlaufen Prozesse der Deradikalisierung? Welche Chancen und Grenzen tun sich dabei auf? Welchen Unterstützungen benötigen die Betroffenen und ihre Angehörigen? Welchen Beitrag können Psycholog*innen dabei leisten?